5 Tipps für ein erfolgreiches Architektur-Konzept
13.07.2020

Wenn Sie als Architekt einen Architektur-Wettbewerb gewinnen möchten, benötigen Sie ein gutes Architektur-Konzept. Hier stellen wir Ihnen fünf Komponenten für ein gutes Konzept vor, deren Beachtung Ihre Erfolgschancen bei einem Wettbewerb erhöhen. 

1. Die Umgebung

Ein gutes Architektur-Konzept beginnt bei der Eingliederung eines Gebäudes in die Umgebung. Insbesondere in einem städtischen Kontext ist hierbei die umgebende Bebauung zu berücksichtigen. Selbst wenn ein Architekt mit seinem Gebäudeentwurf Aufsehen erregen möchte, wird er das Gebäude in der Regel volumetrisch an die Umgebungsbebauung anpassen. Eine Ausnahme hierzu besteht, wenn bewusst ein Akzent gesetzt werden soll. Dann kann das geplante Gebäude die Umgebungsbebauung beispielsweise auch deutlich überragen. 

Ein weiterer Aspekt der Umgebungsbebauung besteht in den dort verwendeten Materialien. In einem ländlichen Umfeld kann auch ein sehr modernes Gebäude geplant werden. Aber dabei empfiehlt es sich in Hinblick auf die Materialwahl und im Zweifelsfall auch der Dachform auf die Umgebungsbebauung einzugehen. In einer Bebauung aus traditionellen Holzhäusern wirkt ein moderner Kubus aus Stahl und Glas schnell deplatziert. Mit einer Holzfassade und eventuell einem Satteldach lässt er sich jedoch gut in die Umgebung integrieren. 

Schliesslich sind bei der Umgebung auch bestehende Sichtbeziehungen und Blickachsen zu bedenken. Ein Gebäude ohne unmittelbare Umgebungsbebauung auf einer grünen Wiese oder in den Bergen sollte sich nach der umgebenden Landschaft ausrichten. Dahingegen ist in der Stadt die Bildung von Stadträumen zu berücksichtigen. Auch die möglichen Sichtbeziehungen zu markanten Punkten im Stadtgefüge sind zu bedenken. Wenn man all diese Punkte beachtet, kann sich ein Gebäude zugleich von seiner Umgebung gestalterisch absetzen und trotzdem in das Umfeld einfügen. 

2. Die Funktion

Wenn Sie einen Architektur-Wettbewerb gewinnen wollen ist es nicht ausreichend nur einen möglichst originellen Entwurf vorzulegen. Stattdessen benötigen Sie ein intelligentes Architektur-Konzept, das auch die funktionalen Aspekte des zu entwerfenden Gebäudes berücksichtigt. Hierbei besitzt die bekannte Maxime „form follows function“ nach wie vor Gültigkeit. Ein Konzept, das diese beachtet steigert Ihre Erfolgschancen bei einem Architektur-Wettbewerb. 

Es beginnt bereits bei scheinbar so unwichtigen Details wie der Anordnung von Badmöbeln. Hierbei sind bestimmte Abstandsmasse und Bewegungsflächen zu beachten. Dies zu tun ergibt eine Mindestgrösse für das zu planende Badezimmer. Soll dieses zudem natürlich belüftet werden können, muss es an einer Aussenwand des Gebäudes liegen. Bei einem Einfamilienhaus ist das in der Regel leicht zu realisieren. Doch bei einem Mehrfamilienhaus werden dadurch grössere Anforderungen an die Grundrissgestaltung gestellt. 

Um eine gute Belichtung eines Gebäudes zu erzielen, ist in der Regel eine grosszügige Öffnung der Südseite des Hauses sinnvoll. Zugleich ist es von Vorteil ausreichende Verschattungsmöglichkeiten einzuplanen. Es ist jedoch ebenfalls zu bedenken, ob die geplante Nutzung eine solche grosszügige Durchfensterung überhaupt verträgt. Darüber hinaus sind mögliche wichtige Blickbeziehungen bei der genauen Platzierung der Öffnungen in einem Gebäude zu berücksichtigen. 

Sind bei einem Architektur-Wettbewerb die späteren Nutzer eines Gebäudes bekannt, so sind deren individuelle Bedürfnisse in das Architektur-Konzept zu integrieren. So erfreuen sich möglicht offene Grundrisse einer zunehmenden Beliebtheit. Aber diese Offenheit ist infrage zu stellen, wenn die späteren Nutzer einen erhöhten Wert auf persönliche Rückzugsmöglichkeiten legen. Ebenso werden gerne besonders lichte Gebäude geplant. Doch bei einem Haus für einen Buchliebhaber ist zu bedenken, dass dieser ausreichende Stellflächen für seine Bücherregale benötigt. Dies sind nur einige Beispiele dafür, wie die geplante Funktion direkte Auswirkungen auf die Gestaltung eines Gebäudes hat. 

3. Materialität

Als Architekt neigt man leicht dazu bei der Planung eines Gebäudes äusserst abstrakt an das Konzept heranzugehen. Doch es kann die Qualität eines Entwurfs und somit auch die Erfolgschancen bei einem Architektur-Wettbewerb deutlich steigern, wenn man auch die Materialität des zu planenden Objekts berücksichtigt. 

Anstatt bei einem Holzhaus die Konstruktion hinter einer Putzfassade zu verbergen, kann ein Architekt das Holz deutlich in die Fassade integrieren. Es ist auch zu überlegen, ob das Holz in einem neutralen Ton angestrichen wird oder ob es nicht besser naturfarben belassen werden sollte. Ebenso kann eine neutrale Klinkerfassade deutlich belebt werden, indem unterschiedlich gebrannte Klinkersteine mit abweichenden Farben und Formen ausgewählt werden. Auch eine Stahlfassade kann deutlich dadurch belebt werden, dass für diese ein charaktervoller Cortenstahl gewählt wird. Mit anderen Worten geht es darum, die verwendeten Baustoffe in ihrer ganzen Materialität zu zeigen. 

4. Kontraste

Ein gestalterisches Konzept für einen Architektur-Wettbewerb kann durch die Integration von gezielten Kontrasten wesentlich spannungsvoller werden. Hierbei ist es möglich, auf vielerlei Weise Kontraste in das Architektur-Konzept zu integrieren. 

So ist es möglich, die Aussenhülle eines Gebäudes durch eher offene und eher geschlossene Fassaden zu differenzieren. Ebenso kann wuchtiger Naturstein mit einer filigranen Stahl-Glas-Konstruktion kombiniert werden. Eine andere Möglichkeit zur Schaffung eines Kontrastes besteht darin eine schlichte kubische Form mit einer organisch geschwungenen Form zu kombinieren. Zudem kann auf sehr einfache Weise ein starker Kontrast geschaffen werden, indem sehr helle mit sehr dunklen Fassadenelementen kombiniert werden. Immer geht es darum, eine gestalterische Spannung zu erzeugen. 

Es beginnt bereits bei scheinbar so unwichtigen Details wie der Anordnung von Badmöbeln. Hierbei sind bestimmte Abstandsmasse und Bewegungsflächen zu beachten. Dies zu tun ergibt eine Mindestgrösse für das zu planende Badezimmer. Soll dieses zudem natürlich belüftet werden können, muss es an einer Aussenwand des Gebäudes liegen. Bei einem Einfamilienhaus ist das in der Regel leicht zu realisieren. Doch bei einem Mehrfamilienhaus werden dadurch grössere Anforderungen an die Grundrissgestaltung gestellt. 

Um eine gute Belichtung eines Gebäudes zu erzielen, ist in der Regel eine grosszügige Öffnung der Südseite des Hauses sinnvoll. Zugleich ist es von Vorteil ausreichende Verschattungsmöglichkeiten einzuplanen. Es ist jedoch ebenfalls zu bedenken, ob die geplante Nutzung eine solche grosszügige Durchfensterung überhaupt verträgt. Darüber hinaus sind mögliche wichtige Blickbeziehungen bei der genauen Platzierung der Öffnungen in einem Gebäude zu berücksichtigen. 

Sind bei einem Architektur-Wettbewerb die späteren Nutzer eines Gebäudes bekannt, so sind deren individuelle Bedürfnisse in das Architektur-Konzept zu integrieren. So erfreuen sich möglicht offene Grundrisse einer zunehmenden Beliebtheit. Aber diese Offenheit ist infrage zu stellen, wenn die späteren Nutzer einen erhöhten Wert auf persönliche Rückzugsmöglichkeiten legen. Ebenso werden gerne besonders lichte Gebäude geplant. Doch bei einem Haus für einen Buchliebhaber ist zu bedenken, dass dieser ausreichende Stellflächen für seine Bücherregale benötigt. Dies sind nur einige Beispiele dafür, wie die geplante Funktion direkte Auswirkungen auf die Gestaltung eines Gebäudes hat. 

5. Einzigartigkeit

Um sich von Ihren Mitbewerbern bei einem Architektur-Wettbewerb abzuheben ist es von grossem Vorteil, wenn Ihr Architektur-Konzept durch Einzigartigkeit besticht. Dies steht nur scheinbar im Widerspruch zu der oben erwähnten Maxime „form follows function“. Denn die Berücksichtigung der funktionalen Ansprüche ist bei einem Architektur-Konzept die Pflicht. Das Gebäude darüber hinaus auf eine unverwechselbare Art zu gestalten ist die Kür. Dies zu schaffen vergrössert deutlich ihre Erfolgschancen bei einem Architektur-Wettbewerb. 

Die Oper in Sydney, das Guggenheim-Museum in Bilbao und die Elbphilharmonie in Hamburg sind zu Wahrzeichen der Städte geworden, in denen diese Gebäude stehen. Dies zeigt die grosse Kraft, die ein unverwechselbares Architektur-Konzeptentfalten kann. Natürliches eignet sich jedoch nicht jedes Bauvorhaben gleichermassen für solch ein spektakuläres Konzept. Doch auch ohne die ganz grosse expressive Geste ist es möglich ein unverwechselbares Architektur-Konzept zu erschaffen.

Dies kann bereits durch eine geschickte Materialwahl oder eine originelle Anordnung von Öffnungen in der Fassade geschehen. Auch eine schlichte Gebäudeform kann durch die Wahl einer ungewöhnlichen Fassadengestaltung einzigartig werden. Im Zweifelsfall ist es bereits möglich, diese Wirkung durch das Anstreichen der Fassade in einer wenig gebräuchlichen Farbe zu erreichen. Umgekehrt kann auch ein Gebäude mit einer sehr schlichten Fassade durch eine ungewöhnliche Gesamtform einzigartig werden. Es gibt unzählige Möglichkeiten für ein wirklich originelles Architektur-Konzept.

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